Auch deshalb bin ich grün...

...damit nicht noch die letzten unberührten Landschaften "geliftet" werden....
(Valzifenztal bei Gargellen, Richtung Rotbühelspitze)
rauch - 8. Dez, 21:12
Die Stunde Europas
Jetzt würden auch schon die Grünen dem grassierenden anti-europäischen Populismus anheimfallen, mutmasst Herr Rauscher im Standard .
Die Sorge ist unbegründet: während rechts nach Austritt gerufen wird und die Regierung in ihrem so genannten "Programm" die unsägliche Leserbriefschreiberei samt Folgen mit schwammigen Formulierungen umschifft hat, ist die grüne Position klar. Sie ist es ausdrücklich auch dann, wenn kritisiert wird, was an der realen Verfasstheit der EU jedenfalls zu kritisieren ist.
Ich mag mir nicht ausmalen, wie es einem Schilling-Österreich, Nichtmitglied der Union und ausgeliefert den Spekulationen gegen seine schwache Währung in den vergangen Wochen ergangen wäre. Vermutlich säßen wir mit Island und Ungarn in einem Boot....
Wen es interessiert: Meine Stichworte - samt Anleihen bei gültigen Beschlüssen, Voggenhuber und Parteiprogramm - finden sich hier:
Stichworte-zu-Europa_EU-Wahlen_JR (pdf, 13 KB)
Die Sorge ist unbegründet: während rechts nach Austritt gerufen wird und die Regierung in ihrem so genannten "Programm" die unsägliche Leserbriefschreiberei samt Folgen mit schwammigen Formulierungen umschifft hat, ist die grüne Position klar. Sie ist es ausdrücklich auch dann, wenn kritisiert wird, was an der realen Verfasstheit der EU jedenfalls zu kritisieren ist.
Ich mag mir nicht ausmalen, wie es einem Schilling-Österreich, Nichtmitglied der Union und ausgeliefert den Spekulationen gegen seine schwache Währung in den vergangen Wochen ergangen wäre. Vermutlich säßen wir mit Island und Ungarn in einem Boot....
Wen es interessiert: Meine Stichworte - samt Anleihen bei gültigen Beschlüssen, Voggenhuber und Parteiprogramm - finden sich hier:
Stichworte-zu-Europa_EU-Wahlen_JR (pdf, 13 KB)
rauch - 4. Dez, 17:29
Tag-Satz
Es gibt Gesprächsfetzen, die bekommt man frühmorgens im Bus unfreiwillig aufgezwungen und verfolgen einen dann bis an den Tagesrand:
"Wieso sagen die jetzt Mumbai statt Bombay?"
"Kenn ich nicht. Was ist das?"
"Die Stadt mit den Hotelterroristen. Die in Indien."
"Nix gehört."
"Schaust du nie Nachrichten?"
"Nein. Zu was?"
Tja.
Fällt mir nur noch Josef Hader ein:
"In Indien essen sie nur Reis."
"Wieso sagen die jetzt Mumbai statt Bombay?"
"Kenn ich nicht. Was ist das?"
"Die Stadt mit den Hotelterroristen. Die in Indien."
"Nix gehört."
"Schaust du nie Nachrichten?"
"Nein. Zu was?"
Tja.
Fällt mir nur noch Josef Hader ein:
"In Indien essen sie nur Reis."
rauch - 1. Dez, 20:01
"Grüne" Gentechnik: kriminelle Machenschaften
Niemand will Lebensmittel, die mit gentechnisch veränderten "Zutaten" versehen sind. In der EU lehnen 70% der Befragten Gentech-Nahrungsmittel ab.
Wer meint, da werde mächtig übertrieben und so schlimm sei das ja alles nicht, dem sei empfohlen sich über die Machenschaften des Gentech-Multis MONSANTO aus erster Hand zu informieren: Dieser Tage weilte Percy Schmeiser im Land, ein kanadischer Farmer und Saatgutproduzent, der ganz eigene Erfahrungen mit den Methoden dieses Konzern gemacht hat.
Eines der Referate gibt es hier zum download.
Besonders beeindruckend war dann das Treffen von Percy Schmeiser mit Birsel Lemke bei der Tagung "Projekte der Hoffnung".
Lemke schilderte ihren Kampf gegen Goldwäscherei mittels Zyanid in der Türkei. Beide, Schmeiser und Lemke, standen anfangs vor einem scheinbar hoffnungsloses Unterfangen. Letztlich aber waren sie, ausgestattet mit unglaublicher Kreativität, Durchhaltefähigkeit und Power erfolgreich.
"Den Rest meiner guten Jahre, die ich noch habe, werde ich darauf verwenden, gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft zu kämpfen. Saatgut, Pflanzen, Gene und letztlich: Leben überhaupt dürfen nicht patentiert und damit monopolisiert werden. Das wäre das Ende der Freiheit, das Ende der Vielfalt und schließlich das Ende des Lebens."
(Percy Schmeiser)
Nachtrag 1.12.2008:
Hier das Schlußdokument der Konferenz
1-3_Erklaerung-der-3-Konferenz-der-genetchnikfreien-Regionen_29-Nov-08 (pdf, 21 KB)
Wer meint, da werde mächtig übertrieben und so schlimm sei das ja alles nicht, dem sei empfohlen sich über die Machenschaften des Gentech-Multis MONSANTO aus erster Hand zu informieren: Dieser Tage weilte Percy Schmeiser im Land, ein kanadischer Farmer und Saatgutproduzent, der ganz eigene Erfahrungen mit den Methoden dieses Konzern gemacht hat.
Eines der Referate gibt es hier zum download.
Besonders beeindruckend war dann das Treffen von Percy Schmeiser mit Birsel Lemke bei der Tagung "Projekte der Hoffnung".
Lemke schilderte ihren Kampf gegen Goldwäscherei mittels Zyanid in der Türkei. Beide, Schmeiser und Lemke, standen anfangs vor einem scheinbar hoffnungsloses Unterfangen. Letztlich aber waren sie, ausgestattet mit unglaublicher Kreativität, Durchhaltefähigkeit und Power erfolgreich.
"Den Rest meiner guten Jahre, die ich noch habe, werde ich darauf verwenden, gegen die Gentechnik in der Landwirtschaft zu kämpfen. Saatgut, Pflanzen, Gene und letztlich: Leben überhaupt dürfen nicht patentiert und damit monopolisiert werden. Das wäre das Ende der Freiheit, das Ende der Vielfalt und schließlich das Ende des Lebens."
(Percy Schmeiser)
Nachtrag 1.12.2008:
Hier das Schlußdokument der Konferenz
1-3_Erklaerung-der-3-Konferenz-der-genetchnikfreien-Regionen_29-Nov-08 (pdf, 21 KB)
rauch - 27. Nov, 19:52
Einzig erwähnenswert: Ursula Plassnik
Österreich hat eine Regierung, an der nichts neu ist, außer ein paar MinisterInnen. Das bisher bekannt gewordene Programm ist, angesichts der Probleme die auf uns zukommen, Papier gewordene Realitätsverweigerung.
Einzig erwähnenswertes Ereignis des Finales: die konsequente Haltung von Ursula Plassnik, die den faulen Kompromiss in Sachen EU-Linie nicht mittragen wollte und ging.
Und hier zeigt sich schon das ganze Elend des vermeintlich Neuen: Gusenbauer und Plassnik hatten, im Vergleich zu dem, was jetzt kommt, noch erkennbare Konturen.
Wir bekommen eine "Null-Risiko-Regierung"; in einer Situation, in der, wie der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman sagte, "die üblichen Regeln der Wirtschaftspolitik nicht mehr gelten" und "Tugend zum Laster wird, Vorsicht gefährlich ist und Besonnenheit zur Verrücktheit wird."
Auch als Oppositioneller muss man festhalten: hoffentlich kapieren die das rasch und handeln danach!
Einzig erwähnenswertes Ereignis des Finales: die konsequente Haltung von Ursula Plassnik, die den faulen Kompromiss in Sachen EU-Linie nicht mittragen wollte und ging.
Und hier zeigt sich schon das ganze Elend des vermeintlich Neuen: Gusenbauer und Plassnik hatten, im Vergleich zu dem, was jetzt kommt, noch erkennbare Konturen.
Wir bekommen eine "Null-Risiko-Regierung"; in einer Situation, in der, wie der amerikanische Nobelpreisträger Paul Krugman sagte, "die üblichen Regeln der Wirtschaftspolitik nicht mehr gelten" und "Tugend zum Laster wird, Vorsicht gefährlich ist und Besonnenheit zur Verrücktheit wird."
Auch als Oppositioneller muss man festhalten: hoffentlich kapieren die das rasch und handeln danach!
rauch - 24. Nov, 10:55
Nach den Banken die Autobauer?
25 Milliarden wollen die "Großen Drei" der US-Amerikanischen Autobranche, Chrysler, Ford und GM vom Staat. Ansonsten drohe der Kollaps.
In Deutschland steht Opel als erstes Unternehmen in der Schlange. Begehr: 2 Milliarden Euro.
Deutschland sollte kurz nachdenken, wie das vor nicht allzu langer Zeit bei den großen Werften war: Ruf nach Staatssubventionen, weil sonst tausende Arbeitsplätze flöten gehen - auch bei den Zulieferfirmen, zum Beipsiel bei der Stahlindustrie. Dem wurde zuerst nachgegeben, bis klar war: auch dieses Fass hat keinen Boden.
Heute sind die Erzeuger von Windmühlen die größten Abnehmer von Stahl in Deutschland und beschäftigen rund 90.000 Menschen - mehr als der Kohlebergbau.
Etwas pervers finde ich den Gedanken, mit Staatsgeldern große, hubraumstarke CO2-Schleudern zu subventionieren, die dann wiederum am meisten dazu beitragen, dass die Klimaschutzziele nicht eingehalten werden können, was nachfolgend zu Strafzahlungen mit Staatsgeldern führt....
In Deutschland steht Opel als erstes Unternehmen in der Schlange. Begehr: 2 Milliarden Euro.
Deutschland sollte kurz nachdenken, wie das vor nicht allzu langer Zeit bei den großen Werften war: Ruf nach Staatssubventionen, weil sonst tausende Arbeitsplätze flöten gehen - auch bei den Zulieferfirmen, zum Beipsiel bei der Stahlindustrie. Dem wurde zuerst nachgegeben, bis klar war: auch dieses Fass hat keinen Boden.
Heute sind die Erzeuger von Windmühlen die größten Abnehmer von Stahl in Deutschland und beschäftigen rund 90.000 Menschen - mehr als der Kohlebergbau.
Etwas pervers finde ich den Gedanken, mit Staatsgeldern große, hubraumstarke CO2-Schleudern zu subventionieren, die dann wiederum am meisten dazu beitragen, dass die Klimaschutzziele nicht eingehalten werden können, was nachfolgend zu Strafzahlungen mit Staatsgeldern führt....
rauch - 19. Nov, 11:15
Lieber Josef, lieber Werner!
Nachdem nun die zehn Gebote der ÖVP akzeptiert sind, jedenfalls zwischen euch beiden, hätte ich auch zehn Fragen an die ÖVP. Um im vertrauten Jargon zu bleiben, habe ich sie als Litanei formuliert:
Werner: "Widersagt ihr dem Neoliberalismus?!"
Josef: "Wir widersagen!"
Werner: "Widersagt ihr der Postprivatisierung?"
Josef: "Wir werden wieder sagen: Werner, du bist zuständig!"
Werner: "Widersagt ihr dem EU-Dikdat?"
Josef: "Wir widersagen jedweder Dikdatur, außer dem Austrofaschismus!"
Werner: "Glaubt ihr an die Kraft der Krone?"
Josef: "Wir glauben, auch wenn es die Wiederkehr der Habsburger bedeutet!"
Werner: "Glaubt ihr an die Wiederauferstehung des ÖAAB?"
Josef: "Wir glauben nicht, hoffen trotzdem und lieben ihn dennoch!"
Werner: "Glaubt ihr an das Nulldefizit?"
Josef: "Eigentlich schon, aber nicht jetzt."
Werner: "So sei es!"
Josef: "So ist es!"
Danke.
Bitte.
Werner: "Widersagt ihr dem Neoliberalismus?!"
Josef: "Wir widersagen!"
Werner: "Widersagt ihr der Postprivatisierung?"
Josef: "Wir werden wieder sagen: Werner, du bist zuständig!"
Werner: "Widersagt ihr dem EU-Dikdat?"
Josef: "Wir widersagen jedweder Dikdatur, außer dem Austrofaschismus!"
Werner: "Glaubt ihr an die Kraft der Krone?"
Josef: "Wir glauben, auch wenn es die Wiederkehr der Habsburger bedeutet!"
Werner: "Glaubt ihr an die Wiederauferstehung des ÖAAB?"
Josef: "Wir glauben nicht, hoffen trotzdem und lieben ihn dennoch!"
Werner: "Glaubt ihr an das Nulldefizit?"
Josef: "Eigentlich schon, aber nicht jetzt."
Werner: "So sei es!"
Josef: "So ist es!"
Danke.
Bitte.
rauch - 17. Nov, 23:52