ÖBB: So geht´s nicht!
Eine Milliarde Verlust, dafür aber 4 Millionen Bonuszahlungen für das Management, finanziert mit einer kräftigen Fahrpreiserhöhung: die Österreichischen Bundesbahnen lassen grüssen. Details zu Fehlplanungen, Spekulationsgeschäften, Qualitätsabbau und Managementversagen hier:
Hintergrundpapier_OeBB (pdf, 36 KB)
Wir haben heute früh an den Bahnhöfen für unsere Unterschriftenaktion geworben. Frühstücks-Croissants gab es gratis dazu. Gingen weg wie die warmen Semmeln...

...sogar an ÖBB-Bedienstete
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Wir haben heute früh an den Bahnhöfen für unsere Unterschriftenaktion geworben. Frühstücks-Croissants gab es gratis dazu. Gingen weg wie die warmen Semmeln...

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rauch - 14. Mai, 09:07
Eindrücke eines Bankbesuchs
Die Fahrt nach Frankfurt zur Industrie- und Handelskammer sowie zur Europäischen Zentralbank hat sich gelohnt. Hier eine Zusammenfassung von dem, was ich an Eindrücken aus den geführten Gesprächen gewonnen habe:
- die Deutschen rechnen mit plus 1 Mio Arbeitslose 2009 und einer weiteren Million zusätzlich 2010 - und sagen emotionslos dazu, dass sie schon einmal bei 5 Mio waren
- die Abwrackprämie hält die IHK für Mist, weil ein vollkommen falsches Signal, sauteuer und einzig für die Automobilindustrie wirksam. Sie hat schlagartig und vollständig den Gebrauchtwagenhandel zum Erliegen gebracht
- die Konjunkturpakete I und II der Bundesregierung umfassen in Summe 73 Milliarden Euro, die Bürgschaften für Banken weitere 50 Milliarden. Alle hoffen, dass es nützt. Zitat: "70% Hoffnung, 30% reale Erwartung"
- die einzigen, die noch Nachfrage generieren, sind die öffentlichen Haushalte. Also müssen sie es tun - auch um den Preis sehr hoher Haushaltsdefizite
- die EZB hat vor allem in den Monaten Dezember, Jänner und Februar dem Finanzsektor unfassbare Mengen Geld zur Verfügung gestellt. Geld, das v.a. in diesen drei Monaten umgehend wieder bei der EZB geparkt wurde, weil das Misstrauen der Banken untereinander den Handel komplett zum Erliegen brachte. Tendenz: leichte Besserung
- ohne Europa und Euro wäre Österreich pleite. Der Schilling hätte um zumindest 30% abgewertet werden müssen, mit verheerenden Folgen für Staats- und Privathaushalt.
- ohne Europa wäre die Krise zur Katastrophe geworden. Zumindest kurzfristig ist es gelungen, den totalen Kollaps zu verhindern. Wie nahe wir dran waren, werden Wirtschaftshistoriker dereinst beschreiben....
- die Notmaßnahmen werden flächendeckend zu zweistelligen Defiziten in den Staatshaushalten führen (von wegen Pröll mit seinen Voodoo-Zahlen!....), Steuererhöhungen zur Sanierung werden unumgänglich sein
- das vergleichsweise strenge Immobilien- und Hypothekarrecht in Österreich (und Deutschland) hat uns vor schlimmerem bewahrt, eine Immobilienblase wie in Spanien konnte so nicht entstehen
- die These vom Markt, der den Preis regelt hat sich als falsch herausgestellt: unter den Rahmenbedingungen wie sie gegeben waren (hohe Überschüsse in China, hohe Leistungsbilanzdefizite in den USA, hohe Risken mit noch höheren Renditen) führte noch mehr Risiko nicht zu einem entsprechend höheren Preis, sondern zu noch mehr Risikobereitschaft und noch höheren Gewinnen.
- das Bankgeheimnis und die Steueroasen werden fallen (das glaube ich erst, wenn ich es sehe....) die österreichische Diskussion darüber ist ein barockes Scheingefecht
- es wird massive Korrekturen im System geben (Finanzmarktaufsicht, Ratingagenturen, Eigenkapitalvorschriften für Banken)
- eine weitere dramatische Verschlechterung der Lage ist nicht zu erwarten (wenn nicht wieder etwas passiert - wie zum Beispiel die Masseninsolvenz im Kreditkartensektor)
- mit einer Erholung wird deshalb gerechnet, weil der Ölpreis stabil auf niedrigem Niveau bleibt, jedenfalls die nächsten 5 Jahre (was ich keine Sekunde glaube...)
- eine Transaktionssteuer ist nicht einführbar, weil politisch nicht durchsetzbar und technisch nicht handhabbar. (auch das glaub ich nicht)
- eine weitere Senkung des Leitzinssatzes ist nicht ausgeschlossen, Liquidität wird von der EZB bis auf weiteres in unbegrenzter Höhe zur Verfügung gestellt

Fazit:
Prognose unmöglich
Notwendige Korrekturen tiefgreifend
(wobei die ersten schon wieder zu zocken beginnen und Ackermann immer noch von 20%-Renditen schwafelt...)
Arbeitsmarktauswirkungen unabsehbar
Kosten für "Aufräumarbeiten" enorm
Und: bei aller Kritik an der EZB habe ich das Gefühl, dass die in den letzten Monaten keinen so schlechten Job gemacht haben.
Wer sich für Details interessiert: alle Fakten, alle Zahlen, alle Statistiken gibt es hier.
- die Deutschen rechnen mit plus 1 Mio Arbeitslose 2009 und einer weiteren Million zusätzlich 2010 - und sagen emotionslos dazu, dass sie schon einmal bei 5 Mio waren
- die Abwrackprämie hält die IHK für Mist, weil ein vollkommen falsches Signal, sauteuer und einzig für die Automobilindustrie wirksam. Sie hat schlagartig und vollständig den Gebrauchtwagenhandel zum Erliegen gebracht
- die Konjunkturpakete I und II der Bundesregierung umfassen in Summe 73 Milliarden Euro, die Bürgschaften für Banken weitere 50 Milliarden. Alle hoffen, dass es nützt. Zitat: "70% Hoffnung, 30% reale Erwartung"
- die einzigen, die noch Nachfrage generieren, sind die öffentlichen Haushalte. Also müssen sie es tun - auch um den Preis sehr hoher Haushaltsdefizite
- die EZB hat vor allem in den Monaten Dezember, Jänner und Februar dem Finanzsektor unfassbare Mengen Geld zur Verfügung gestellt. Geld, das v.a. in diesen drei Monaten umgehend wieder bei der EZB geparkt wurde, weil das Misstrauen der Banken untereinander den Handel komplett zum Erliegen brachte. Tendenz: leichte Besserung
- ohne Europa und Euro wäre Österreich pleite. Der Schilling hätte um zumindest 30% abgewertet werden müssen, mit verheerenden Folgen für Staats- und Privathaushalt.
- ohne Europa wäre die Krise zur Katastrophe geworden. Zumindest kurzfristig ist es gelungen, den totalen Kollaps zu verhindern. Wie nahe wir dran waren, werden Wirtschaftshistoriker dereinst beschreiben....
- die Notmaßnahmen werden flächendeckend zu zweistelligen Defiziten in den Staatshaushalten führen (von wegen Pröll mit seinen Voodoo-Zahlen!....), Steuererhöhungen zur Sanierung werden unumgänglich sein
- das vergleichsweise strenge Immobilien- und Hypothekarrecht in Österreich (und Deutschland) hat uns vor schlimmerem bewahrt, eine Immobilienblase wie in Spanien konnte so nicht entstehen
- die These vom Markt, der den Preis regelt hat sich als falsch herausgestellt: unter den Rahmenbedingungen wie sie gegeben waren (hohe Überschüsse in China, hohe Leistungsbilanzdefizite in den USA, hohe Risken mit noch höheren Renditen) führte noch mehr Risiko nicht zu einem entsprechend höheren Preis, sondern zu noch mehr Risikobereitschaft und noch höheren Gewinnen.
- das Bankgeheimnis und die Steueroasen werden fallen (das glaube ich erst, wenn ich es sehe....) die österreichische Diskussion darüber ist ein barockes Scheingefecht
- es wird massive Korrekturen im System geben (Finanzmarktaufsicht, Ratingagenturen, Eigenkapitalvorschriften für Banken)
- eine weitere dramatische Verschlechterung der Lage ist nicht zu erwarten (wenn nicht wieder etwas passiert - wie zum Beispiel die Masseninsolvenz im Kreditkartensektor)
- mit einer Erholung wird deshalb gerechnet, weil der Ölpreis stabil auf niedrigem Niveau bleibt, jedenfalls die nächsten 5 Jahre (was ich keine Sekunde glaube...)
- eine Transaktionssteuer ist nicht einführbar, weil politisch nicht durchsetzbar und technisch nicht handhabbar. (auch das glaub ich nicht)
- eine weitere Senkung des Leitzinssatzes ist nicht ausgeschlossen, Liquidität wird von der EZB bis auf weiteres in unbegrenzter Höhe zur Verfügung gestellt

Fazit:
Prognose unmöglich
Notwendige Korrekturen tiefgreifend
(wobei die ersten schon wieder zu zocken beginnen und Ackermann immer noch von 20%-Renditen schwafelt...)
Arbeitsmarktauswirkungen unabsehbar
Kosten für "Aufräumarbeiten" enorm
Und: bei aller Kritik an der EZB habe ich das Gefühl, dass die in den letzten Monaten keinen so schlechten Job gemacht haben.
Wer sich für Details interessiert: alle Fakten, alle Zahlen, alle Statistiken gibt es hier.
rauch - 12. Mai, 17:03
Ich fahr mal schnell zum großen Geld....
Der Europaausschuss des Vorarlberger Landtages fährt heute nach Frankfurt. Wieso Frankfurt? Wir besuchen die EZB, die Europäische Zentralbank und werden dort Frau Gertrude-Tumpel-Gugerell, Mitglied des Direktoriums treffen. Thema: "Aktuelle Fragen zur Geldmarktpolitik". Davor gibt es in der Industrie- und Handelskammer einen Austausch zur derzeitigen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland.
Ob´s spannend wird, hängt davon ab, was die Damen und Herren bereit sind, an Wahrheit herauszurücken....
Mal sehen - ich werde berichten.
Ob´s spannend wird, hängt davon ab, was die Damen und Herren bereit sind, an Wahrheit herauszurücken....
Mal sehen - ich werde berichten.
rauch - 10. Mai, 10:30
Mölzer und Strache: Tag der Wahrheit!
Mölzer und Strache waren zu Gast bei VOL (Vorarlberg Online). In einer Stunde Chat haben die beiden ein gutes Duzend Lügen abgeliefert. Ich habe mir die Mühe gemacht, die falschen Antworten richtig zu stellen. Weil ich der Meinung bin, das man blauen Schwachsinn auch dann nicht stehen lassen darf, wenn er schon auf den ersten Blick absurd daher kommt. Man muss die Krakeeler beim Wort nehmen und auf Punkt und Beistrich widerlegen. Wer´s lesen mag - bitte sehr:
Strache-Moelzer-Chat_die-antworten1 (pdf, 107 KB)
So alt kann ich gar nicht werden, dass ich denen das Feld kampflos überlasse....
Strache-Moelzer-Chat_die-antworten1 (pdf, 107 KB)
So alt kann ich gar nicht werden, dass ich denen das Feld kampflos überlasse....
rauch - 7. Mai, 17:29
Alle Transaktionen besteuern, alle andern Steuern abschaffen?
Edgar L. Feige, gebürtiger Berliner, emigriert in die USA, dort Wirtschaftswissenschaftler u.a. an der University of Wisconsin wirbt für ein Steuerkonzept , das diejenigen zur Kasse bittet, die Geld bewegen. "Normale" Steuern würde er alle abschaffen.
Verrückt?
Hier lesen:
Transaktionssteuern-auf-alles_E-Feige (pdf, 1,763 KB)
Und sonst? Des Finanzministers Budget, vor zwei Wochen vorgestellt, ist bereits Makulatur, weil die Wirtschaft nicht um seine schöngeredeten 2,5% sondern um mindestens (immer noch schöngeredete) 4% schrumpfen und die Staatseinnahmen dahinschmelzen, die Ausgaben hingegen sich auftürmen lässt. Interessieren tut das hierzulande keinen, weil a) JournalistInnen sich die Mühe nicht antun die Budgetbegleitgesetze zu lesen, geschweige denn b) zu hinterfragen, was ihnen so im internationalen Kontext präsentiert wird. Anders formuliert: wir werden angelogen nach Strich und Faden und lassen uns das widerspruchslos gefallen. Als sei man im Kino und schaue sich einen Film an, in dem die Welt von Krise zu Krise taumelt. Der fundamentale Irrtum besteht darin, zu glauben, man sei nur Zuschauer. Tatsächlich ist man Akteur, Teil der realen Handlung und mittendrin statt nur dabei.
Wenig bis gar keine Phantasie wird darauf verwendet, was "nachher" kommt oder kommen könnte oder kommen sollte.
"Der ökonomisch haltlos gewordene Bürger sucht Sicherheit beim starken Mann, im Blut (auch wenn es vergossen wird), im Boden (auch wenn er nicht verteilt wird)," schrieb Bloch.
1938 wohlgemerkt.
Verrückt?
Hier lesen:
Transaktionssteuern-auf-alles_E-Feige (pdf, 1,763 KB)
Und sonst? Des Finanzministers Budget, vor zwei Wochen vorgestellt, ist bereits Makulatur, weil die Wirtschaft nicht um seine schöngeredeten 2,5% sondern um mindestens (immer noch schöngeredete) 4% schrumpfen und die Staatseinnahmen dahinschmelzen, die Ausgaben hingegen sich auftürmen lässt. Interessieren tut das hierzulande keinen, weil a) JournalistInnen sich die Mühe nicht antun die Budgetbegleitgesetze zu lesen, geschweige denn b) zu hinterfragen, was ihnen so im internationalen Kontext präsentiert wird. Anders formuliert: wir werden angelogen nach Strich und Faden und lassen uns das widerspruchslos gefallen. Als sei man im Kino und schaue sich einen Film an, in dem die Welt von Krise zu Krise taumelt. Der fundamentale Irrtum besteht darin, zu glauben, man sei nur Zuschauer. Tatsächlich ist man Akteur, Teil der realen Handlung und mittendrin statt nur dabei.
Wenig bis gar keine Phantasie wird darauf verwendet, was "nachher" kommt oder kommen könnte oder kommen sollte.
"Der ökonomisch haltlos gewordene Bürger sucht Sicherheit beim starken Mann, im Blut (auch wenn es vergossen wird), im Boden (auch wenn er nicht verteilt wird)," schrieb Bloch.
1938 wohlgemerkt.
rauch - 6. Mai, 15:01
Meningitis in Westafrika
Alle reden über die Schweinegrippe, kein Mensch darüber, dass in Westafrika gerade Hunderte an Meningitis und Masern sterben.
Ärzte ohne Grenzen versucht , ein Impfprogramm zu organisieren. Fatal dabei ist, dass die Bedenken der Menschen in der Region, sich impfen zu lassen groß sind: 1996, während der letzten großen Epidemie, testete der US-Pharmakonzern Pfizer in der nordnigerianischen Stadt Kano ein neues Meningitismedikament namens Trovan an knapp 200 Kindern - 11 starben.
Bericht aus der TAZ zum download hier: Meningitis-Westafrika_TAZ (pdf, 25 KB)
Ärzte ohne Grenzen versucht , ein Impfprogramm zu organisieren. Fatal dabei ist, dass die Bedenken der Menschen in der Region, sich impfen zu lassen groß sind: 1996, während der letzten großen Epidemie, testete der US-Pharmakonzern Pfizer in der nordnigerianischen Stadt Kano ein neues Meningitismedikament namens Trovan an knapp 200 Kindern - 11 starben.
Bericht aus der TAZ zum download hier: Meningitis-Westafrika_TAZ (pdf, 25 KB)
rauch - 4. Mai, 21:44
"Hast du meine Alpen gesehen?"
Weil´s gerade passt und ich sie heute gesehen habe, die Alpen, ein Hinweis auf die aktuelle Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems . "Hast du meine Alpen gesehen?" Eine jüdische Beziehungsgeschichte...
Unbedingt besuchen! Unbedingt Ausstellungskatalog erwerben!

(Namenlose Route am Brüggeler, Kanton Glarus/CH)
Unbedingt besuchen! Unbedingt Ausstellungskatalog erwerben!

(Namenlose Route am Brüggeler, Kanton Glarus/CH)
rauch - 3. Mai, 20:25
Alles wird gut!
barry eichengreen, seines zeichens doch recht renommierter ökonom in berkeley, hat den zen buddhismus für sich (und uns) entdeckt und konfrontiert uns mit gedankenrätseln von zeitloser eleganz!
zusammenfassung für den eiligen leser:
* empirische (!) value-at-risk-modelle haben, aufgrund der datenlage, aber auch aufgrund von fehlinterpretation und (intellektueller) faulheit, erheblich zum entstehen der aktuellen finanz- und wirtschaftskrise beigetragen
* die ökonomischen theorien waren/sind nicht falsch, allerdings haben die adressaten rosinen gepickt und haben nur das gehört, was sie hören wollten
* viele (akademische) ökonomen haben sich kaufen lassen, etwa durch vortragshonorare, und erzählt, was ihre kunden hören wollten. nonkonformisten wurden an den rand gedrängt.
* die ökonomische theorie hat sich als so "dehnbar" erwiesen, dass mit den darauf aufbauenden modellen praktisch jedes beliebige ergebnis erzielt werden konnte
* jetzt wird aber alles besser, denn jetzt kommt aber die große zeit der empirischen (!) ökonomie, die z.b. belegt hat, dass an sonnentagen die aktien eher steigen (in your face, ihr blinden verfechter der theorie der effizienten märkte). ---> an dieser stelle bitte wieder an den ersten punkt springen!
wer die (scheinbaren) widersprüche dieser argumentation meditativ überwindet, dem ist der übergang ins nirvana praktisch nicht mehr zu nehmen!
kompletter text hier.
(Dank für diesen Hinweis an Gerhard und Romana)
zusammenfassung für den eiligen leser:
* empirische (!) value-at-risk-modelle haben, aufgrund der datenlage, aber auch aufgrund von fehlinterpretation und (intellektueller) faulheit, erheblich zum entstehen der aktuellen finanz- und wirtschaftskrise beigetragen
* die ökonomischen theorien waren/sind nicht falsch, allerdings haben die adressaten rosinen gepickt und haben nur das gehört, was sie hören wollten
* viele (akademische) ökonomen haben sich kaufen lassen, etwa durch vortragshonorare, und erzählt, was ihre kunden hören wollten. nonkonformisten wurden an den rand gedrängt.
* die ökonomische theorie hat sich als so "dehnbar" erwiesen, dass mit den darauf aufbauenden modellen praktisch jedes beliebige ergebnis erzielt werden konnte
* jetzt wird aber alles besser, denn jetzt kommt aber die große zeit der empirischen (!) ökonomie, die z.b. belegt hat, dass an sonnentagen die aktien eher steigen (in your face, ihr blinden verfechter der theorie der effizienten märkte). ---> an dieser stelle bitte wieder an den ersten punkt springen!
wer die (scheinbaren) widersprüche dieser argumentation meditativ überwindet, dem ist der übergang ins nirvana praktisch nicht mehr zu nehmen!
kompletter text hier.
(Dank für diesen Hinweis an Gerhard und Romana)
rauch - 1. Mai, 10:59